ABC-Motive | photo-letters

Buchstaben-Fotos – die Schule des Sehens
Buchstaben als Fotomotive zu entdecken hat etwas Befriedigendes, etwas Meditatives. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, der  trainiert seinen Blick für das bisher „Unscheinbare“. Bevor man an die Sache herangeht sollte man sich im Klaren sein, ob das ABC im Hochformat oder im Querformat entstehen soll. Die Buchstaben werden später in einem Layout-Programm zusammen gesetzt – auch im Mail-Programm möglich, mit anschließendem Screenshot.

 

Perfektionieren kann man die Motivsuche noch, indem man seinen Fokus auf spezielle Strukturen legt – ein Natur-ABC aus Blättern, Farnen, Kakteen und Ästen zum Beispiel, oder ein Metall-ABC aus Drähten, Ketten und Rohren.

 

  

Ebenso kann man ein ABC aus Seilen oder Tauen gestalten. Die findet man am besten in einem Hafen oder in alten Fabrikhallen. Dieses Tau-ABC wurde in einem mediterranen Hafen zusammen buchstabiert. Besonderen Spaß bringt die menschliche Buchstabenserie, die bei der Realisierung zeitweise an eine Turnstunde erinnert. Hierbei kommt es natürlich auch auf den Einfallsreichtum der Mitwirkenden an. Hierbei kann man auch noch mit farbiger Kleidung experimentieren – man sollte es jedoch nicht zu bunt treiben.


Oben stehende Bildbeispiele stammen aus Almut Adlers Fotobuch „Kreativer fotografieren“ erschienen im Humboldt-Verlag.

Das Sammeln eines Stein-Alphabetes erfordert sehr viel Geduld und Zeit. Und dabei kommt irgendwann der Frust auf, weil man feststellen muss, dass es viele gleichförmige Steine gibt. Ein H, R, X oder ein besseres K zu finden war mir schlichtweg unmöglich. So habe ich beim H, O und R manipuliert und etwas im Photoshop gemogelt  – aber nur beim M, N und beim F, der Rest ist Natur pur. Wenn man allerdings die Fundorte wechselt, was ich nicht getan habe, dann könnte die Trefferquote deutlich erfolgreicher ausfallen.