Fotolexikon

Folgendes Glossar ist aus dem Fotolehrbuch 1 x 1 der Fotografie von Almut Adler entnommen – erschienen im Humboldt Verlag.

1x1CoverNEU

A
Abblenden Durch das Abblenden (z.B. von 2,8 auf 16) wird eine größere Schärfentiefe erreicht. Die Lichtmenge wird durch die Verkleinerung der Blendenöffnung um das 5-fache reduziert. Abblendtaste An den meisten Kameras befindet sich eine Abblendtaste, die dazu dient, den Schärfentiefebereich der Blendeneinstellungen zu kontrollieren. (beim Abblenden wird das Bild dunkler und (tiefen)schärfer)
Abwedeln Ein Dunkelkammertrick beim Entwickeln von Fotoabzügen. Durch Abwedeln mit der Hand, einem Stück Papier oder speziellen Masken werden zu dunkle Bildpartien durch weniger Durchlicht aufgehellt. Heute gibt es ein adäquates Abwedel-Werkzeug in Bildbearbeitungsprogrammen.
ASA American Standards Association. Eine Maßeinheit der Filmempfindlichkeit. Eine Verdopplung der ASA-Zahl entspricht einer Verdopplung der Belichtungszeit.(siehe auch ISO) 
Aufblenden Durch das Aufblenden wird die Blendenöffnung vergrößert und die Lichtmenge entsprechend erhöht. Ein voller Blendensprung offener, ist die Verdopplung der Belichtungszeit Aufhellblitz Dient zur Aufhellung von Schatten bei Dauerlicht oder bei Tageslicht.
Auflösung Bezeichnung für das Maß einer digitalen Bilddatei. Sie wird in ppi (pixels per inch) oder in dpi (dots per inch) angegeben. Je höher die ppi/dpi desto besser die Qualität.
Autofokus Automatische Scharfeinstellung an moderneren Kameras.
Automatikprogramm Keine ISO-Einstellung, kein Weißabgleich, keine Belichtungsmessfeld, keine AF-Messfeldmethode und keine Belichtungskorrektur möglich. Die Kamera stellt alles automatisch ein und wählt die Matrixmessung. Der Kamera-Blitz springt automatisch auf, wenn die Lichtverhältnisse zu dunkel sind.
AWB Automatic White Balance, Automatischer Weißabgleich. Dient zur Wiedergabe eines neutralen Weiß.

B

B oder bulb Langzeitbelichtung an Kameras (beliebig). So lange der Auslöser oder der Fernauslöser gedrückt bleibt, so lange ist der Verschluss geöffnet.
Belichtungskorrektur Anhand der Belichtungsskala oder mit dem +/- Knopf einer Kamera können Über- oder Unterbelichtungen manuell korrigiert werden.
Belichtungszeiten Die Verschlusszeiten einer Kamera ab 1 Sekunde: 1/1 – 1/2 – 1/4 – 1/8 1/15 – 1/30 – 1/60 – 1/125 – 1/250 – 1/500 – 1/1000 – 1/2000 – 1/4000 1/8000 Sekunde. Die Belichtungszeiten verdoppeln oder halbieren sich je nach Drehrichtung des Zeitrades. Bildabdeckung siehe Sucherbild
Bildrauschen Durch Verwendung einer hohen ISO-Einstellung wird der Kamerasensor erwärmt und erzeugt eine grobkörnige Struktur, die das Bild kontrastärmer und unschärfer darstellt.
Bildqualität Die gängigsten Benennungen sind; RAW, TIF, JPG, dann gib t es die Unterstufen JPG fine/big (hohe Qualität), JPG normal (mittlere Qualität), JPG basic (niedrige Qualität). Je nach Einstellung der Qualität liefert die Kamera die Bildanzahl, das RAW-Format liefert die wenigsten Bilder, das JPG/basic-Format die meisten Bilder, aber eben mit minderer Qualität. Bildstabilisatoren ermöglichen laut Kamerahersteller bis zu 2x längere Belichtungszeiten, ohne ein Bild zu verwackeln. Dies bezieht sich jedoch auf unbewegte Motive. Die Bezeichnung für Bildstabilisatoren unterscheiden sich nach Kameraherstellern: Canon IS, Nikon VR, Sigma OS, Tamron VC, Pentax SR.
Blaue Stunde Der Zeitraum zwischen Sonnenuntergang und dem Einbrechen der Nacht dauert im mitteleuropäischen Raum nur etwa 30-50 Minuten. Ein kräftig strahlendes Blau des Himmels verdankt der Blauen Stunde ihren Namen und verleiht Nachtaufnahmen eine besondere Stimmung.
Blende Der annähernd runde Lamellenmechanismus reguliert den Lichteinfall durch das Objektiv. Die größte Blendenöffnung eines Objektivs steht eingraviert in der Linsenfassung oder am Objektiv. Die Belichtungszeiten verdoppeln oder halbieren sich je nach Drehrichtung der Blende bei vollen Blendenzahlen (siehe auch Blendenreihe).
Blendenautomatik TV- oder S-Modus der Kamera. Die Belichtungszeit wird vorgewählt und die Blende passt sich automatisch den Lichtverhältnissen an.
Blendenreihe Internationale, Blendenzahlen sind genormt. 1 – 1,4 – 2 – 2,8 – 4 – 5,6 – 8 – 11 – 16 – 22 – 32. Das Öffnen der Blende von 16 auf 11 – verdoppelt die Lichtmenge und halbiert somit die Belichtungszeit, das Schließen der Blende von 11 auf 16 – halbiert die Lichtmenge und verdoppelt die Belichtungszeit. (nur volle Blenden, keine Zwischenwerte)
Blitzlicht Eine künstliche Lichtquelle, die in Verbindung mit der Kamera beim Auslösen eine hohe Intensität an Helligkeit erzeugt. Blitzsynchronisation Die Abstimmung von Verschlusszeit und Blitzlicht. Schlitzverschlüsse erlauben oft nur eine Verschlusszeit von nur 1/60 Sekunde. Zentralverschlüsse können jedoch mit kürzeren Synchronzeiten von 1/125 Sekunde arbeiten.

C
Camera Obscura Die erste Kamera der Welt. Sie bestand aus einer abgedunkelten Kammer mit einem Loch (Blende) in der Wand. Das einfallende Licht erzeugte ein seitenverkehrtes, auf dem Kopf stehendes Bild. Aristotoles entdeckte im 4. Jahrhundert v. Chr., dass durch ein kleines Loch einfallende Licht in einem dunklen Raum, ein auf dem Kopf stehenden Bild erzeugt.
CD (Compact Disc) ein in den 80er Jahren erfundener, scheibenförmiger Datenträger zum abspeichern von Daten und Bildern. Eine CD erfasst Datenmengen bis zu 700 MB.
Chrome Die englische Bezeichnung für Dia-Positivfilm, oder auch Umkehrfilm.
CMYK – ist ein Farbmodell und die technische Grundlage für den modernen Vierfarbdruck. Die Abkürzung CMYK steht für Cyan (blau), Magenta (rot), Yellow (gelb) und Key als Farbtiefe (Kontrast) oder Schwarz.
Cropfaktor (Formatfaktor) oder auch Brennweitenverlängerungsfaktor an DX-Halbformatkameras im Vergleich zu FX-Vollformatkameras (1,5/1,6/2,0) (siehe auch KB-äquivalente Brennweite und siehe DX-Format)
Cyan bezeichnet den Übergang von einem blau zu grün liegenden Farbton. Cyan ist die Farbbezeichnung eines blauen Farbkanals aus dem CMYC-Modus

D
D-Lighting Spezieller Kamera-Modus von Nikon, der bei Gegenlichtaufnahmen die Schattenbereiche aufhellt.
Dateiformat (siehe Bildqualität)
Diapositiv Ein Filmträger der positive Originalbilder erzeugt – im Gegensatz zum Negativ, welches ein “Zwischenprodukt” darstellt. Diffuses Licht Eine Lichtstreuung, die ein weiches, kontrastarmes Licht erzeugt, also keine harten Schatten und keine Spitzlichter. Diapositiv Ein Filmträger der positive Originalbilder erzeugt – im Gegensatz zum Negativ, welches ein “Zwischenbild” darstellt.
Diffuses Licht Eine Lichtstreuung, die ein weiches, kontrastarmes Licht erzeugt, also keine harten Schatten und keine Spitzlichter. DIN Deutsche Industrie Norm, veraltete Lichtempfindlichkeitsangabe an Kameras.
Digitalisieren Die Umwandlung von analogen (Bild)Informationen in digitale, computergesteuerte Daten.
Digitale Bildbearbeitung Elektronische Weiterverarbeitung digitaler Fotomotive. Die moderne Dunkelkammer erlaubt diverse Bildveränderungen nach der Aufnahme. dpi = dots per inch, Maßeinheit für die Druckauflösung, beim Scannen und an Bildschirmen. Je mehr dpi, desto besser die Qualität. Dioptrineinstellung Am Sucherfenster digitaler Kameras befinden sich die so genannten Dioptrinrädchen oder Schieber. Damit kann für jedes Auge passend, die richtige Sehschärfe im Sucherdisplay eingestellt werden.
Doppelbelichtung Wie der Name schon sagt, werden zwei Aufnahmen auf ein Negativ/Chip gemacht. Ebenso lassen sich mit zwei Diapositiven “Sandwichcollagen” herstellen. Dabei werden zwei Dias übereinander montiert und ergeben den gleichen Effekt. Hierbei ist das Resultat jedoch vorher sichtbar. Ähnliche Effekte sind auch in der digitalen Bildbearbeitung möglich. Drahtauslöser Zum erschütterungsfreien Auslösen für Langzeitbelichtungen an analogen Kameras. (siehe auch Fernauslöser)
Dreiwegneiger Ein Stativzubehör wie der Kugelgelenkkopf (siehe Kugelkopf). Dreiwegneiger besitzen 3 Einstellgriffe für jede Ebene, horizontal, vertikel und 360 Grad Drehungen. Millimetergenau kann man die einzelnen Ebenen justieren. Gut für Studio- Makro- und Landschaftsfotografie geeignet.
Durchgängige Blende Profi-Zoomobjektive besitzen eine durchgängige Blende. Sie ermöglicht in jedem gezoomten Brennweitenbereich mit der gleichen Blendenöffnung von z.B. 1:2,8 arbeiten zu können.
Durchsichtsvorlage Durchscheinenden Farb- oder S/W-Vorlagen auf Acetatfilmträgern. Auch Diapositive.
Druckqualität Gescannte Vorlagen/Fotos/Dias oder digitale Fotos müssen mit 300 dpi abgespeichert werden, um eine gute Druckqualität zu erhalten.
DSLR (englisch: Digital Single Lens Reflex) Abkürzung für Digital-Spiegelreflexkamera.
DVD Ein digitales Speichermedium, das einer herkömmlichen CD ähnlich ist, aber über wesentlich mehr Speicherkapazität verfügt. 4,7 GB (single layer) oder 8,5 GB (dual layer)
DX-Format Halbformat, Kameras mit einem kleineren Sensor und Cropfaktor 1,5 oder 1,6

E
Emulsion Die lichtempfindliche Schicht auf zu belichtenden Trägermaterialien wie Filme, Fotopapiere, Glasplatten und Fotoleinwände.
Empfindlichkeitssteigerung Sind die Lichtverhältnisse schlecht, so kann durch Erhöhung der ISO-Zahl die Lichtempfindlichkeit gesteigert werden. Auch Filme mit höheren ASA-Zahlen hatten einen empfindlichkeitssteigernden Effekt.
EXIF-Daten Spezialisierte Software, die Kamera-Aufnahmedaten wie Belichtungszeit, Blende, ISO, Brennweite usw abspeichert und nachträglich auslesen kann.

F
f Kurzbezeichnung für die Blende.
Farbfilter Gelb, Orange, Rot, Grün, Blau u.a. Nur in der S/W-Fotografie zu verwenden.
Farbtemperatur Die Temperatur des Lichtes wird in Kelvin (K) gemessen. Je niedriger die Kelvinzahl, desto kälter (blaustichig) ist das Licht. Neutrales Tageslicht hat 5000-5200 Kelvin.
Festbrennweite Ein Objektiv, das keine variable Brennweite hat, wie ein Zoomobjektiv.Typische Festbrennweiten sind 12 mm 24 mm, 50 mm, 100 mm, 200 mm.
Fischauge (Fisheye-Objektiv) Weitwinkelobjektiv mit extrem kurzer Brennweite (14 mm) und einem extrem großen Bildwinkel (bis 220°). Fisheye Objektive liefern ein nahezu kreisrundes Bild mit einer starken Verzeichnung.
Filmscanner Zur Digitalisierung von Durchsichtsvorlagen wie Dias oder Negative.
Flachbettscanner Zur Digitalisierung von Aufsichtsvorlagen wie Fotoabzüge und Textseiten.
Fokussieren Motiv anvisieren und scharf stellen – manuell oder mit Autofokus.
Froschperspektive Die Aufnahmeperspektive von unten nach oben.
FX-Format Digitale Vollformatkamera im Kleinbildformat 24×36 mm (siehe auch Cropfaktor).

G

GB Gigabyte – eine entsprechende Computerspeicherkapazität von 1.024 MB. 

GIF Ein Bilddateiformat, um Fotos für das Internet zu speichern (siehe auch JPEG).
Gegenlicht Im Gegenlicht wird das Motiv von der Rückseite beleuchtet und führt nach den Angaben des Belichtungsmessers zu Fehlbelichtungen. In diesem Fall müssen die dunklen Stellen des Motivs mit Belichtungsmesser anvisiert werden – die “korrekte” Zeit des Belichtungsmessers wird dabei ignoriert.

Gegenlichtblende Eine schwarze röhrenförmige Blende aus Metall, Gummi oder flexiblem Plastik, die vor das Objektiv gesetzt wird, um Streulicht oder Reflexe zu vermeiden.
Gespiegelte Skalen Manche Kamerahersteller bieten die Möglichkeit, die Belichtungsskala in der Menüeinstellung zu spiegeln. Das heißt, den Minuswert in der Skala links anzuordnen, oder rechts. Das erleichtert Systemumsteiger von Canon auf Nikon nach alter Gewohnheit zu fotografieren, weil Nikon die +Werte links anordnet und Canon rechts.
Glanzlichter Die hellsten Lichtpartien eines Bildes, auch Spitzlichter genannt.
Großformatkamera Auch Studiokamera oder Großbildkamera. Ab den Negativ-Formaten 9×12, 13×18 oder 18×24 cm.



H
Halogenlampe Sehr helle Lampe mit hoher Leuchtkraft und langer Lebensdauer.
HDR = High Dynamic Range, kann einen höheren Kontrastumfang darstellen. Sehr helle und sehr dunkle Bildteile werden besser durchgezeichnet.
High-Key Eine Aufnahme mit überwiegend hellen, b.z.w weißen Bildbereichen.
Hintergrund Hinter dem eigentlichen Motiv liegt der Hintergrund. Dieser ist für das Hauptmotiv oft von wesentlicher Bedeutung. Unbedingt auf “Störmotive” im Hintergrund achten und eventuell mit offener Blende „auflösen“., bzw, unscharf machen.
Histogramm Grafische Darstellung der Helligkeitswerte einer Aufnahme in Form von Berg- und Talkurven. Links liegen die dunklen Bildbereiche, rechts die hellen Bereiche.
Horizont Ein schiefer Horizont mit zuviel Himmel gehört zu den häufigsten Anfängerfehlern. Der Blick durch die Kamera lässt den Horizont an den Geraden des Suchers leicht ausrichten.

I
Indirektes Blitzen Bei dieser Blitztechnik wird das Licht nicht direkt auf das Motiv gerichtet, sondern an die Decke oder schräg an die Wand. Es kann auch ein durchscheinendes helles Tuch locker über den Blitz gehängt werden. So können reflektierende Glanzlichter und „Speckschwartengesichter“ vermieden werden. Internationale Blendenreihe siehe auch Blendenreihe
Interpolation Im Verarbeitungsweg zwischen Bilderzeugung und Bilddarstellung wird mehrfach interpoliert – dabei entsteht immer ein Kontrast- und Schärfeverlust.
Irisblende Ein verstellbarer Mechanismus von Metalllamellen im Objektiv, der zur Lichtregulierung dient.
IS Image Stabilizer von Canon (siehe Bildstabilisatoren)
ISO Lichtempfindlichkeit eines Speicherchips, auch als ASA oder früher als DIN bezeichnet.Normalempfindlichkeit 100-400 ISO, Hochempfindlichkeit 1600-6400 und sogar 25.600 ISO.

J
Jahreszeit Schnee einer Winterlandschaft erzeugt oft eine Überstrahlung. Um die schöne weiße Landschaft nicht “schmutzig” darzustellen, muss auf der Belichtungsskala mit +1-+2 korrigiert werden.
JPEG Gängiges Bilddateiformat, um Daten zu komprimiert abzuspeichern. Für Fotoabzüge wird ebenfalls das JPEG-Format benötigt. Ein Daten-verlustfreies RAW-Format muss mit einem Konvertierungsprogramm zuerst in komprimiertes JPG- oder TIFF-Format umgewandelt werden.

K

Kamerahaltung Viele Fotoeinsteiger nehmen die Kamerahaltung nicht so wichtig und schenken der Beschreibung im Bedienungshandbuch kaum Beachtung. Die richtige Kamerahaltung ist jedoch enorm wichtig, um Fotos nicht so leicht zu verwackeln. Umfassen Sie mit der linken, leicht geöffneten Hand Ihr Objektiv. So unterstützen Sie die Kamera beim Auslösen, anstatt sich daran fest zu halten.
Kamera-Kits Komplettangebot eines Kameraherstellers. Kamera mit Objektiv, teilweise mit zwei Objektiven. Der Preis lockt oft, doch die Qualität der (Plastik)-Objektive ist meistens minderwertig.
KB Abkürzung für Kleinbildformat. Die Größe eines KBs beträgt 24×36 mm. FX-Vollformatkameras haben einen Kleinbild äquivalenten Sensor.
KB-äquivalente Brennweite Bezeichnung der Brennweite, die beim Kleinbild-/Vollformat den gleichen Bildwinkel ergibt, wie die Brennweite eines Objektivs mit Cropfaktor 1,5/1,6 oder 2,0. Somit ist eine äquivalente Brennweite von 50 mm im FX-Vollformat eine 75 mm Brennweite im DX-Halbformat mit Cropfaktor 1,5.
Kelvin Die Wertbezeichnung für die Temperatur des Lichtes. Das Tageslicht hat 5000-5200 Kelvin.
Körnigkeit Je grobkörniger ein Foto ist, desto schlechter waren die Lichtverhältnisse während der Aufnahme. Durch die Verwendung einer hohen ASA-Zahl oder eines hohen ISO-Wertes entsteht eine größere Körnigkeit, die in der Digitalfotografie als “Rauschen bezeichnet wird. 

Kompaktkamera Sucherkamera mit fest eingebautem Objektiv, auch Zoomobjektiv. Diese Kameras verursachen auf Grund ihrer kurzen Brennweiten fast immer eine durchgehende Schärfentiefe.
Kompressionsartefakte Je öfter eine JPG-Datei bearbeitet und wieder neu abgespeichert wird, desto größer wird der Qualitätsverlust einer Aufnahme. In der Vergrößerung werden danach Licht- oder Farbsäume erkennbar – Artefakte.
Komprimierung Der Prozess, die Bits in einem Bild zu reduzieren, um weniger Speicherplatz zu benötigen. Gängiges Komprimieren ist die Umwandlung einer RAW-Datei in ein JPEG-Format.
Komplementärfarben Diese Farben stehen sich im Farbkreis gegenüber und ergeben in der “durchsichtigen” Mischung ein Weiß. Komplementärfarben sind Blau und Gelb, Grün und Purpur (Magenta) Rot und Blaugrün (Cyan).
Kontrastumfang Die Kombination von Licht und Schatten ergibt nie die optimale Belichtung. Ideal ist es, Motive direkt anzumessen, oder die Spotmessung (•) zu verwenden.
Konverter Ein separates Linsensystem, das zwischen Kamera und Objektiv gesetzt wird, um die Brennweite zu verlängern. Nachteil dieser Aufsätze ist, dass die Lichtstärke des Objektivs dadurch verringert wird – bei einem 2-fach-Konverter sind es 2 Blendenwerte.
Kreativprogramme Zu den Kreativprogrammen zählt der Modus M, es werden jedoch auch die Halbautomatik-Programme A/Av und S/Tv hinzu gezählt.
Kugelkopf, Kugelgelenkkopf Dieses Schraubgelenk auf dem Kopf eines Stativs erlaubt nahtlose Schwenks in beliebige Richtungen – horizontal, vertikal und 360 Grad. (siehe Stativkopf)

L
Latentes Bild Ein bereits gemachtes Foto, dessen Bild erst durch die Entwicklung im Labor, oder durch das Laden auf den Computer am Bildschirm sichtbar wird.
Leitzahl Die Lichtleistung eines Blitzgerätes. Je höher die Leitzahl eines Blitzes, desto stärker/heller und weiter ist seine Ausleuchtung.
Lichtstärke De Bezeichnung der Blende am Objektiv. z.B. 1:2,8 am 200 mm Objektiv. Je kleiner die Zahl, desto größer die Blende und somit mehr Licht. Lichtstarke Objektive sind erkennbar am größeren Linsen-Durchmesser.
Low-Key Eine Aufnahme mit überwiegend dunklen bis schwarzen Tonwerten.
Luftaufnahme Eine Vogelperspektive extrem – die Aufnahme aus dem Flugzeug oder einem Fesselballon.

M
Magenta Eine rotblaue Farbe die auch als helles Purpur bezeichnet wird. Magenta ist die Farbbezeichnung eines roten Farbkanals aus dem CMYC-Modus
Makroeinstellung Spezielle Einstellung für Nahaufnahmen in den Motivprogrammen einer Kamera. Die Makroeinstellung ist am Programmwahlrad mit dem Symbol einer Blume dargestellt.
Makroobjektiv Ein Objektiv zur Abbildung im
Maßstab 1:2 (halbe Größe) oder 1:1 (natürliche Größe) oder bis 10:1 (zehnfache Größe. Typische Makroobjektive haben die Brennweiten 60 mm, 90 mm, 105 mm oder 180 mm und sind Festbrennweiten.
MB Die Standardmaßeinheit in der Computerwelt. Ein MB hat 1024 Bytes.
Megapixel Die Maßeinheit für die Bildauflösung. Gute Spiegelreflexkameras beginnen mit der Auflösung von 10 Mio. Pixel. Profikameras haben heute 22 Mio. Pixel und mehr.
Mitziehen Das Mitziehen ist eine Technik, wobei die Kamera dem bewegten Objekt folgt. So wird das bewegte Objekt auch bei einer relativ langen Belichtungszeit schärfer abgebildet, jedoch mit einem verwischten Hintergrund. (siehe auch Panning)
mm Angabe der Brennweite eines Objektivs. 200 mm hat ein Teleobjektiv, 50 mm ein Normalobjektiv, 18 mm ein Weitwinkelobjektiv. Beruht auf frühere Baulängen der Objektive.
Moiré Überlagerung zweier verschiedener Muster, die ein wirres Neumuster entstehen lassen.Kamerahersteller versuchen mit Tiefenpassfilter diese Muster zu unterdrücken, was jedoch oft auf Kosten der Detailzeichnung geht.

N
Nachtaufnahme Fotografieren bei Dunkelheit ohne Blitzlicht. Diese Fotos gelingen nur mit langen Belichtungszeiten und mit einem Stativ, oder wenn die ISO-Zahl erhöht wird.
Naheinstellung Kürzeste Einstellung eines Objektivs. Die geringste Distanz ist auf den Objektiven angegeben. Wird diese Distanz unterschritten, blinkt ein grüner Punkt – die Kamera löst entweder nicht aus, oder das Bild wird unscharf abgebildet.
Negative Schwarzweiß-Negative haben umgekehrte Tonwerte wie ein Papierabzug. Hell ist dunkel, dunkel ist hell. Bei Farbnegativen werden die Farben komplementär dargestellt Rot wird z.B. Grün.

Nitraphot-Lampe Mit 500 Watt liefert diese “Glühbirne” viel Licht, aber auch viel Hitze, sodass eine spezielle Lampenfassung für 500 Watt nötig ist. Gut für Portraitaufnahmen.
Normalobjektiv Ein Objektiv mit der Festbrennweite 50 mm (FX-Vollformat) 35 mm (DX-Halbformat, Cropfaktor 1,5).
Normalperspektive Bei der Normalperspektive befindet sich das Motiv auf der Augenhöhe und entspricht der normalen Sehgewohnheit.

O

Objektive = Fisheye= 8/20 mm Weitwinkel= 17/24 mm Normalobjektiv= 35/50 mm,Teleobjektiv= 200/300 mm Zoomobjektive= 17-85 mm/70-200 mm Digital= rote Zahlen
One-touch-Zoom Ein Zoomobjektiv an dem Schärfe und Entfernung am selben Einstellring ausgeführt wird.
Orthochromatischer Film Für den Rotbereich unempfindlicher Schwarzweißfilm.
OS Optischer Bild-Stabilisator von Sigma (siehe Bildstabilisatoren)


P
Panning Das Mitziehen der Kamera bei bewegten Motiven (siehe auch Mitziehen)
Pentaprisma Unter dem Dach der Spiegelreflexkamera sitzt das Pentaprisma. Es ist dafür zuständig, unser Motiv seitenrichtig und nicht auf dem Kopf gestellt abzubilden.
Perspektiven Unterschiedliche Sichtweisen. Wir unterscheiden in Froschperspektive = von unten, Vogelperspektive = von oben, Normalperspektive = im Stehen.
Pilzsporen Linsenpilzbefall bei Objektiven in tropischen Ländern, verursacht durch extrem hohe Luftfeuchtigkeit.
Pixel Der kleinste Baustein, aus dem sich ein Bild zusammensetzt.
Polarisationsfilter (Polfilter) vermeidet Reflexe, trennt weiße Wolken vom Himmelblau und verstärkt die Farbintensität und erhöht Kontraste.
Polaroid Selbst entwickelndes Sofortbild, früheres Testfoto von Fotografen vor dem eigentlichen Bild.
Portraitobjektiv Die ideale Brennweite für Portraitaufnahmen beträgt 85-105 mm.
Programmautomatik Im Gegensatz zur Vollautomatik können hier noch individuelle Einstellungen vorgenommen werden. ISO-Einstellung, Weißabgleich, Belichtungsmessfeld-, AF-Messmethode und +/- Korrektur. Nur die Belichtung stellt sich automatisch ein. Der Kamera-Blitz muss per Knopfdruck von Hand zugeschaltet werden.

Q

Querformat Die meisten Bilder werden in diesem Format gemacht. Nur 10 % aller Fotoanfänger fotografieren im Hochformat. TIPP: Beide Formate für ein Motiv anwenden!

R
Raster Durch eine spezielle Rasterfolie (früher Glasgravurraster) werden Bilder in gepunktete Druckdaten umgesetzt. Halbtonvorlagen werden durch Anordnung von Rasterpunkten druckfähig und erwecken den Eindruck von Farbtönen oder Graustufen.
Rauschen (siehe Bildrauschen
RAW (roh) bezeichnet Rohdatenformate in der Digitalfotografie, also unkomprimierte Bilder; Canon z.B. bezeichnet die Raw-Dateien mit der Bildendung CRW, Nikon nennt sie NEF.
Retusche Die manuelle Nachbehandlung eines Negatives oder eines Papierabzuges. Die heutige Retusche (Bildbearbeitung) wird am Computer mit einer Bildbearbeitungssoftware ausgeführt. Ringblitz Wird in der Makrofotografie für eine gleichmäßige Ausleuchtung verwendet.
Rollfilme werden in der Mittelformatfotografie verwendet und können die Formate 4,5×6 cm, 6×6 cm oder 6×9 cm haben. Je nach Format passen unterschiedlich viele Bilder auf den Film.
Rote Augen Durch Elektronenblitze entstehen die typisch roten Albinoaugen. Die Kameraeinstellung „Rote Augen “ ein, hilft diesen Effekt zu minimieren. Indirektes Blitzen ist jedoch die bessere Abhilfe, die jedoch nur mit externen Blitzen funktioniert.
Rotfilter Nur bei S/W-Filmen effektiv. Rotfilter stellen rote Objekte hell bis weiß dar, die Komplementärfarbe Grün dunkel bis schwarz. Rotfilter erzeugen dramatisch dunklen Himmel mit weißen Wolken. Farbfilter sind bei Farbfilmen und an Digitalkameras wirkungslos – das Bild wird nur in der jeweiligen Farbe dargestellt.

S

Schärfentiefe Fotografischer Schärfenbereich. (siehe auch Tiefenschärfe)
Schlitzverschluss Der Film/Chip wird durch zwei vertikal laufende Rollos vor der Bildebene belichtet.
Schnellwechselplatte Ein spezielles Zubehör für Stative. Schnellwechselplatten werden unter die Kamera geschraubt und haben einen stabilen Verriegelungsmechanismus der mit dem Stativkopf verbunden wird. Vorteil = schneller Kameraaustausch. (siehe Stativkopf)
Selbstauslöser Selbst auslösende Kameraeinstellung mit einer Vorlaufzeit von 2-12 Sekunden.
Selektivmessung (siehe Spotmessung)
Silikargel Kügelchen eignen sich bestens als „Feuchtigkeitsschlucker“, weil sie stark hygroskopisch (Wasser anziehend) wirken. Aus diesem Grund liegen originalverpackten Kameras und Objektiven kleine Beutelchen mit Silikargel bei. Verstauen Sie 1-2 dieser Beutelchen in Ihrer Fototasche.
Skylight-Filter Hebt UV-Schleier auf und wird als Objektivschutz verwendet.
SLR (englisch: Single Lens Reflex) Abkürzung für Spiegelreflexkamera.Sonnenblende siehe Gegenlichtblende.
Soft-Stativ Ein mit Granulat (Sand, Reis, Linsen etc.) gefüllter Beutel, um eine stabile Positionierung der Kamera zu ermöglichen.
Spotmessung Auch Punktmessung oder Selektivmessung genannt. Hierbei wird nur das Zentrum des Bildes gemessen. Noch präzisere Werte sind mit einem Handbelichtungsmesser und direktem anvisieren zu erreichen.
Spiegelvorauslösung Durch das Hochklappen des Kameraspiegels an SLR-Kameras lassen sich Erschütterungen bei längeren Belichtungszeiten von ¼ – 5 Sekunden vermeiden.
Springblende Bei der Ausschnittwahl bleibt die Blende in jeder Position offen und schließt sich erst beim Auslösen auf den eingestellten Blendenwert.
Stativ Fotografisches Zubehör zur Ruhigstellung der Kamera bei Langzeitbelichtungen und Nachtaufnahmen. Man unterscheidet in Einbeinstative, Dreibeinstative, Tischstative, Klemmstative, Studiostative und Reisestative.
Stativkopf Beweglicher Aufsatz für ein Stativ. Unterschiedliche Stativköpfe sind: Dreiwegneiger, Panoramaköpfe, Griffkugelköpfe und Kugelköpfe.
Stürzende Linien Senkrechte Linien “stürzen”, wenn die Kamera nach oben geneigt wird. Abhilfe schaffen für Architekturaufnahmen speziell verwendete Shift Objektive, oder mit Nachbearbeitung in Bildbearbeitungsprogrammen.
Sucherbild Analoge SLR-Fotografen bekamen ein 100%ig Sucherbild, digitale SLR-Fotografen hingegen ärgern sich, weil sie mehr auf dem Bild haben, als sie durch den Sucher sahen. Diese Tatsache nennt sich dann 95%ige oder 96%ige Bildabdeckung.

T

Tageslichtfilm Ein Diafarbfilm, der auf die Farbtemperatur von Tageslicht (5200 Kelvin) bzw. Elektronenblitz abgestimmt ist.
Teleobjektiv Der Brennweitenbereich eines Objektives von 100 mm bis 400 mm.
Tiefenschärfe Fotografischer Schärfenbereich. Je geschlossener die Blende (1:22), desto schärfer der Hintergrund, je offener die Blende (1:2,8) desto unschärfer der Hintergrund.
TTL-Messung (englisch: Through The Lens) Das Licht wird durch das Objektiv mit eingebautem Belichtungsmesser gemessen.
TLR (englisch: Twin Lens Reflex) Zweiäugige Spiegelreflexkamera.

U

Überbelichtung Eine Überbelichtung zeigt sich auf verschiedenen “Bildträgern” unterschiedlich. Ein überbelichtetes Negativ wird insgesamt zu dicht und beeinträchtigt die Farbwiedergabe. Überbelichtete Schwarzweißfilme haben einen zu geringen Kontrastumfang und überbelichtete Dias und Digitalbilder sind zu hell und verlieren an Schärfe.
Unschärfe Entsteht durch Unterschreitung der Aufnahmedistanz – Verwacklungsunschärfe durch Bewegung während der Aufnahme.
Unterbelichtung Diapositive und Digitalaufnahmen werden bei Unterbelichtung zu dunkel, Negative werden durch zu wenig Lichtgebung kaum geschwärzt und weisen kaum Zeichnung auf.
USM-Objektive Canon baut die flüsterleise fokussierenden USM Objektive USM = Ultra Schall Motor.
UV-Filter Lässt kein ultraviolettes Licht durch und hebt Dunstschleier im Gebirge und an der See auf. (siehe auch Skylightfilter)

V
Variable Blende Zoomobjektive mit dem Brennweitenbereich von z.B. 18-200 mm besitzen eine variable Blende von z.B. 3,5-5,6. Das bewirkt, das bei einer Brennweite von 18 mm Blende 3,5 zur Verfügung steht, bei 100 mm Blende 5,3 und bei 200 mm nur noch Blende 5,6 einsetzbar ist.
Vario-Objektiv Siehe Zoomobjektiv 

Verwicklung Zu lange Belichtungszeit (z.B. 1/8 Sek.), oder Verziehen der Kamera. Die Belichtungszeit sollte in Brennweitennähe liegen. Mit einem 200mm Teleobjektiv sollte die Belichtungszeit mindestens 1/200 Sekunde betragen.
Verzeichung Ein Objektivfehler der kissenförmige (konkav) oder tonnenförmige (konvex) Verzeichnungen darstellen, die an Bildrändern stärker hervor treten.
Vignettierung Dunkle, unscharfe Ecken an den Bildrändern durch abfallende Helligkeitam Linsenrand.
Vogelperspektive Die Aufnahmeperspektive von oben nach unten.
VR Vibration Reduction Nikon (siehe Bildstabilisatoren)

W

Weichzeichner Ein Filter oder eine eingefettete Glasscheibe, die durch Lichtstreuung ein diffuses, weiches Licht und leichte Unschärfe erzeugt. (David-Hamilton-Effekt). Dieser Softfilter ist auch ein “Schmeichelfilter” für Portraitaufnahmen.
Weitwinkel-Objektiv Brennweiten von 10 mm, 17/18 mm und 24 mm. Sie erzeugen bei geringem Abstand einen großen Aufnahmewinkel und eine große Schärfentief. Gut geeignet für Innenaufnahmen.
Winter separater, Batterie betriebener “Motor” an einer analogen SLR-Kamera – sorgt für den automatischen und schnellen Filmtransport.

X
Xenonlampe (Bogenlampe) Die Kurzbogen-Xenonlampe (XBO) wurde 1950 von Dr. Kurt Larche bei OSRAM entwickelt. Sie entwickelt ein sehr helles, stabiles Licht und wird in Diaprojektoren ebenso verwendet, wie in der Film- und Automobilindustrie.

Y

Yellow Farbbezeichnung eines gelben Farbkanals aus dem CMYC-Modus

Z

Zeitautomatik Av oder A-Modus einer Kamera. Die Blende wird vorgewählt und die Belichtungszeit stellt sich automatisch ein. Zentralverschluß Siehe Schlitzverschluss.
Zoomen Vergrößern oder verkleinern eines Motivs durch ein Zoomobjektiv. Zoomen ermöglicht den Bildausschnitt individuell zu bestimmen.
Zwischenringe Metallringe dienen zur Auszugsverlängerung für Nahaufnahmen/Makroaufnahmen und ermöglichen einen größeren Abbildungsmaßstab.